Aktuelles Geschehen Geflügelpest in NRW
In den letzten Tagen ist es in verschiedenen Regionen von NRW sowie in gesamt Deutschland zu vermehrten Ausbrüchen der Geflügelpest (HPAI-Virus) gekommen. Diese Ausbrüche betreffen sowohl Wild- als auch Nutzgeflügel. Derzeit häufen sich insbesondere die positiven Nachweise des Virus bei wildlebenden Kranichen. Dennoch steigt auch die Zahl der betroffenen Nutzgeflügelbestände weiter sprunghaft an. Das Friedrich-Loeffler-Institut schätzt das derzeitige Risiko von weiteren Fällen sowohl in der Geflügelhaltung als auch bei Wildvögeln als hoch ein.
Die Geflügelpest ist eine hochansteckende und bei vielen Vogel- und Geflügelarten rasch tödlich verlaufende Infektionskrankheit. Umso wichtiger ist es, dass derzeit alle Geflügelhalter ihre Tiere mit besonderer Aufmerksamkeit betreuen und bei schwer erkranktem Geflügel oder vermehrten Todesfällen umgehend einen Tierarzt sowie das zuständige Veterinäramt kontaktieren.
Welche konkreten Maßnahmen vorgeschrieben sind und akut beachtet werden müssen, erfahren Sie über Ihr zuständiges Veterinäramt. Viele Informationen sind dabei bereits auf der jeweiligen Homepage Ihres Kreises zu finden.
Weitere allgemeine Informationen rund um das HPAI-Virus finden Sie auf der Homepage des Landesamtes für Verbraucherschutz und Ernährung NRW (LAVE):
Für Hobby und Kleinstgeflügelhalter finden Sie zudem unter folgendem Link ein Merkblatt des LAVE mit nützlichen Maßnahmen, um Ihren Bestand zu schützen:
Afrikanische Schweinepest (ASP)
Die Tierseuche ist für den Menschen ungefährlich – vereinzelt sind Bestände mit gehaltenen Schweinen betroffen
Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine schwere, hochansteckende und unheilbare Virusinfektion, die ausschließlich gehaltene Schweine und Wildschweine befällt und fast immer zum Tod der infizierten Schweine führt. Die Tierseuche ist für den Menschen ungefährlich. Seit 2014 verbreitet sie sich in Europa, wobei vor allem südöstliche Länder betroffen sind.
Fälle der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen sind bisher in Brandenburg, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen aufgetreten. Bisher konnte eine weitere Ausbreitung der Tierseuche verhindert werden. In Brandenburg und Sachsen ist es gelungen, Restriktionszonen deutlich zu verkleinern, nachdem die Maßnahmen zur Tilgung der ASP bei Wildschweinen erfolgreich umgesetzt worden waren.
Einzelne Ausbrüche der Afrikanische Schweinepest bei gehaltenen Schweinen gab es zwischen 2021 und 2023 in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg und Niedersachsen. Im Juni 2024 gab es bei gehaltenen Schweinen einen neuen Fall in Mecklenburg-Vorpommern, im Juli 2024 Fälle in Hessen und im August 2024 einen singulärer Eintrag in einen Kleinstbestand in Rheinland-Pfalz. Im November 2024 infizierten sich auch gehaltene Wildschweine in einem Gehege in Hessen innerhalb des Gebietes, das besonders von ASP bei Wildschweinen betroffen ist. Alle diese Ausbrüche wurden getilgt und die damit zusammenhängenden behördlichen Maßnahmen sowie die Sperrzonen aufgehoben.
https://www.bmleh.de/DE/themen/tiere/tiergesundheit/tierseuchen/asp.html






